Helix-Piercing

Was ist ein Helix-Piercing?

Ein Helix-Piercing wird als Ohrschmuck an der Umrandung der Ohrmuschel, also an der Helix getragen. Dieses wird an der äußeren Ohrkante ins Knorpelgewebe gestochen. Es ist heutzutage sehr modern diese Art von Schmuck zu tragen und vorallem viele Mädchen im Teenageralter lassen sich diesen Piercing ins Ohr stechen.

Durchführung und Heilung

Am Anfang wurde der Helix-Piercing noch mit einer Ohrlochpistole geschossen, wird heute aber längst nicht mehr auf diese Weise durchgeführt. Das Risiko von Knorpelschäden, die zu schweren Entzündungen und Verformungen des Ohres führen können, ist bei dieser Methode einfach zu hoch.

Bei der richtigen Vorgehensweise wird die Haut am Ohr zuerst desinfiziert und die Einstichstelle mit einem Stift markiert. In der Regel wird der Helix-Piercing dann mit einer medizinischen Hohlnadel durchgestochen, wobei dieser auch gepuncht werden kann. Da diese Stelle am Ohr nicht knorpelfrei ist, schmerzt das Stechen hier stärker als zum Beispiel bei einem Bauchnabelpiercing oder Zungenpiercing.

Die Dauer der Heilung des Ohrschmucks kann nach dem Stechen zwischen drei bis sechs Monaten andauern, da der Knorpel nicht durchblutet wird und der Prozess mehr Zeit braucht. Wird der Helix-Piercing aber gepuncht, beträgt die Heilungsdauer nur noch zwei bis vier Wochen. Grund dafür ist, dass beim Punchen etwas Knorpelgewebe entfernt wird und dadurch die Druckschmerzen vermindert werden oder sogar ganz ausbleiben.

Das Helix-Piercing wird im oberen Teil des Ohres gestochen.

Das Helix-Piercing wird im oberen Teil des Ohres gestochen.

Variationen

  • Anti-Helix-Piercing (Piercing befindet sich am Ansatz der Ohrkante)
  • Scaffold-Piercing (zwei gegenüberliegende Helix-Piercinge werden mit einem Barbell verbunden)
  • Outer-Conch-Piercing (ein tiefgesetzter Piercing an der oberen Ohrkante)

Kulturelle Tradition des Helix-Piercing

In Afrika steht das Piercing durch die Ohrkante für Schönheit und Wohlstand. In einigen Völkergruppen wird der Helix-Piercing sogar mit einem recht großen Durchmesser am Ohr getragen.

Bei der Völkergruppe Dayak in Südostasien dienen Klauen oder Eckzähne von wilden Tieren als Piercing. Hier steht der Helix-Piercing als Symbol für einen hohen sozialen Rang und soll Jägern ein furchteinflößendes Äusseres verleihen. Bei älteren Frauen in Indonesien dient diese Art von Schmuck als Zeichen der Reife.

Auch in Nordamerika bei den Indianern waren und sind Helix-Piercings in jeglicher Form gut bekannt und werden vorallem bei den Stämmen der Oto, Kansa, Pawnee und Iowa getragen.

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